FCSW „Kniggetag“ der 4. Klasse

Veröffentlicht: 27. April 2012

„Was ist gutes Benehmen, was ist schlechtes Benehmen?…

…Was fühlen wir dabei, wenn andere sich schlecht benehmen – und – wie benimmt man sich, dass es für den anderen gut und angenehm ist?“ Diese und viele andere Fragen haben wir an einem besonderen Tag miteinander besprochen und in Übungen und Fallbeispielen mit einander erlebt.

Erst begannen wir mit der Selbstvorstellung. Jeder Schüler sollte sich vorstellen – dabei die Hände nicht hinter dem Rücken oder in der Hosentasche verstecken, dem anderen in die Augen blicken und wenn möglich noch lächeln. Was sich eigentlich ganz einfach anhört, kann sich als ganz schön schwierig gestalten: auf mehrere Dinge gleichzeitig zu achten und sich so zu verhalten, dass der andere gerne zuhört und ihm gefällt, was er sieht.

Wir sprachen über Grüßen und Begrüßen, wer wen zuerst grüßt, Freundlichkeit, und wie man sich die Hand reicht. Wie nahe man sich kommen darf, und welche Nähe man als gut empfindet. Das ist davon abhängig, wie gut man sich kennt und ob man sich mag.
Dem Anderen auf die Pelle zu rücken, ist immer unhöflich. Deshalb spricht man auch von einer Distanzzone.

Wir hatten uns vorher eine bunte Kiste gebastelt, die wir „Knigge-Kiste“ nannten. Darin enthalten waren lauter kleine Gegenstände (Besteck, Taschenbücher, Serviette, Spiegel, Praline, Karte, Praline, goldener Stein, Seife, Zahnbürste) die mit gutem Benehmen zu tun haben. Zu jedem Gegenstand können wir nun eine Geschichte oder Lerninhalte erzählen, z.B. die Praline ist ein Zeichen für ein Kompliment.

Als es Zeit wurde Hunger zu haben, durften wir zusammen in die Mensa gehen, wo uns ein Drei-Gänge-Menü von einigen Müttern liebevoll zubereitet und serviert wurde. Wir haben uns vornehm hingesetzt, geübt, Messer und Gabel anständig zu halten und so zu essen, dass es appetitlich aussieht. Dabei nicht mit vollem Mund zu reden, ist ja selbstverständlich. Es gab Brot und Dip, eine Tomatensuppe, Pommes mit Würstchen, Salate und einen köstlichen Nachtisch. Einige haben dann höflich gefragt, ob sie die Pommes nicht doch mit der Hand essen dürften, nachdem sie nach erfolglosen Aufspießversuchen fast vom Teller gesprungen sind (die Pommes, nicht die Schüler).

Wir haben besprochen, wie man sich als Gast oder Gastgeber verhält, wie man sich bedankt, wenn man eingeladen ist, oder wurde, und wie man sich am Telefon meldet und verhält. Eigentlich war der Vormittag viel zu kurz. Wir hätten einige Themen noch ausführlicher besprechen können, oder noch mehr Übungen machen können. Manches war bekannt, vieles war neu, aber was wir alle merkten: es kostet ein bisschen Mühe, sich gut zu benehmen. Was sich aber lohnt, weil man dadurch auch viel leichter Freunde gewinnt. Und in den Kopfnoten macht sich das auch bemerkbar 🙂